Bereits seit Wochen fieberte die rheinische Tischtennis-Welt diesem Spiel entgegen. Und als ob die Spielplanersteller die Spannung auf den Gipfel treiben wollten, setzten sie dieses Spiel ausgerechnet für den allerletzten Rückrundenspieltag an - dramaturgisch war also alles angerichtet für Spitzentischtennis in R(h)einkultur.

Den besseren Start erwischten die Oberweseler, die zwei der drei Anfangsdoppel für sich entscheiden konnten: Während auf Oberweseler Seite Tobias Schnauber/Pascal Kronenberger sowie die virtuosen Tischtennis-Zwillinge Peter und Dieter Schuck ihre Spiele gewannen, punktete für Biebernheim lediglich das Spitzenduo Rüdesheim/Kielkowski. Mit einem knappen Vorsprung für Oberwesel wurden nun die Einzelspiele eingeläutet, in denen die Zuschauer einige hochdramatische Matches auf feinstem Kreisliga-Nivau zu sehen bekamen. Mit Spannung erwartet wurde vor allem das Duell zweier Top-Spieler der Liga, Rainer Klein gegen Peter Schuck, das am Ende der Oberweseler nach einigen furiosen Ballwechseln denkbar knapp im fünften Satz für sich entscheiden konnte. Wieder einmal herausragend auf Seiten Biebernheims waren Jacek Kielkowski im mittleren und Christian Rolinger im hinteren Paarkreuz, die jeweils beide Matches gewannen und mittlerweile auch die Rangliste der besten Spieler der gesamten Staffel auf ihrer jeweiligen Position anführen. Auf Oberweseler Seite brillierte vor allem Spitzenmann Peter Schuck, der in Einzel und Doppel ungeschlagen blieb; daneben konnten sich mit Dieter Schuck, Tobias Schnauber, Pascal Kronenberger und Jo Busch gleich vier Spieler mit jeweils einem Punkt im Einzel in die Siegerliste eintragen.
Unterm Strich stand es 8:7 für Oberwesel, als die Uhr bereits die zwölfte Stunde ankündigte und die Zeit gekommen war für das berüchtigte Abschlussdoppel. Zum alles entscheidenden Duell versammelten sich Marc Rüdesheim und Jacek Kielkowski auf Seiten Biebernheims sowie für Oberwesel das bärenstarke Tandem Peter und Dieter Schuck, das in den letzten drei Spielzeiten immer nur ein einziges Spiel pro Saison verloren hatte. Da die "Schucke-Buben" in der laufenden Saison bereits diese eine Niederlage einstecken mussten, waren die Siegchancen von Rüdesheim/Kielkowski statistisch gesehen äußerst gering - was sich leider auch sportlich bewahrheitete: Mit 3:1 Sätzen errangen die beiden Oberweseler nicht nur den Sieg im Doppel, sondern machten zugleich den 9:7-Triumph Oberwesels perfekt.
Somit waren es ausgerechnet die rheinischen Rivalen, die den Biebernheimer Tischtennis-Cracks die erste Saisonniederlage zufügten. Insgesamt können jedoch beide Teams frohlockend in die Weihnachtspause gehen - Oberwesel aufgrund des hart erkämpften, aber verdienten Sieges, und Biebernheim als überraschender Halbzeitmeister der Kreisliga.
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